Bartels-Langness - Kieler Traditionsunternehmen mit nachhaltiger Perspektive

Die Bartels-Langness Handelsgesellschaft mbH & Co. KG kann in diesem Jahr auf eine 120-jährige Familien-Tradition zurückblicken. Seit 1892 ist die „Bela“ ein inhabergeführtes Familienunternehmen in Kiel. Es war der Bäckermeister Hermann D. Langness, der sich als so genannter Bäckereikommissionär und Großhändler für Stapelwaren in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt niederließ und die lange Erfolgsgeschichte begründete. Firma Hermann Langness, Kolonialwarengroßhandlung, so der damalige Titel. 

Im Jahr 1928 stieg der Großhändler Paul Bartels in die Firma mit ein und fortan firmierte man gemeinsam als Bartels-Langness AG. Ein Jahr vor Ende des Zweiten Weltkrieges schied die Familie Bartels aus der Unternehmensführung aus und übernahm die Lübecker Konservenfabrik „Paul Erasmi & Co. GmbH“, heute besser bekannt als Erasco.  

Der heutige Chef der Bartels-Langness-Gruppe heißt auch Hermann und bestimmt – wie einst Großvater und Vater – die Geschicke eines der größten Handelsunternehmen in Deutschland mit rund 10.000 Beschäftigten und einem Milliardenumsatz. 

Dr. Hermann Langness bekam Ende Januar dieses Jahres von Ministerpräsident Peter Harry Carstensen den Verdienstorden des Landes Schleswig-Holstein verliehen. Mit diesem Verdienstorden werden Frauen und Männer ausgezeichnet, die sich in herausragender Weise zum Wohl der Allgemeinheit eingesetzt haben.

Dr. Langness setze auf soziale Kompetenz und innovative Projekte im Bereich Klima- und Umweltschutz, hieß es in der Begründung für die Auszeichnung. Darüber hinaus sei es ihm wichtig, jungen Menschen im Lande eine berufliche Perspektive zu geben. Mit der Bereitstellung von rund 950 Ausbildungsplätzen, die über den eigenen Bedarf hinausgehen, nehme der Unternehmensverbund eine Vorbildfunktion im Ausbildungsbereich ein. Hermann Langness ist seit 1996 Mitglied der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Kiel und engagiert sich im Parlament der Wirtschaft und der Kaufleute.

Die „Bela“ hat sich über die Jahre gegen die harte Konkurrenz behaupten können. „Wir haben schon Kaufangebote von Unternehmen bekommen, die es heute teilweise nicht mehr gibt“, bekannte der Unternehmer vor einiger Zeit gegenüber einem Manager-Magazin.

Die Finanz- und Eurokrise ist an dem Unternehmen bisher fast spurlos vorbeigegangen. „Da der Konsument im Lebensmittel-Einzelhandel überhaupt nicht auf die Krise reagiert hat, sind wir unbeschadet durch die Eurokrise gekommen“, sagt Unternehmenssprecherin Bärbel Hammer. Die Verantwortlichen bei Bartels-Langness sehen sich gut gerüstet für die Herausforderungen der nächsten Jahre: „Wir planen die weitere Verdichtung unseres Vertriebsnetzes, ein gesundes Wachstum und die Sicherung der bestehenden Standorte durch Umbau, Ausbau und Modernisierung“, so Hammer. 

Seit einiger Zeit setzt „Bela“ auch auf Bio-Produkte und Naturkost sowie deren Vertrieb. „Mit unseren Hofgut- und Bio-Greno-Produkten sowie unseren Schneekloth-Weinen haben wir eine Alleinstellung für uns und unsere Handelspartner erarbeiten können, die qualitativ und emotional begründet ist“, sagt Firmenchef Dr. Hermann Langness. Umwelt- und Naturschutz sind das erklärte Ziel – und zwar nachhaltig. Dazu gehören schadstoffarme Lieferfahrzeuge und umweltverträgliche Tourenplanungen.

6/2012 Text © trinks, Holger Neddermeier
6/2012 Fotos © Bartels-Langness

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