Unternehmensnachfolge – Nachfolgern den Betrieb schmackhaft machen

Viele Gastronomen müssen ­
in den nächsten Jahren ihr Nachfolgeproblem lösen. Diewenigsten der Familienvorstände planen jedoch konsequent die Betriebsübernahme durch den Nachwuchs bzw. einen Nachfolger, der nicht aus der Familie kommt.

Die Experten schätzen, dass in 90 % aller Familienbetriebe keine oder nur eine unzu­­­-
reichende Nachfolgeregelung getroffen wird. Heute stehen die Familien vor dem Problem der Nachfolgeregelung, weil ­
sie vor Jahren ihren Kindern suggerierten, dass sie was „Besseres“ lernen sollten.

In der Vergangenheit war ein enormer Verzicht an Freizeit und langfristig auch an Ein-schränkungen materieller Wünsche nötig, um die Be­lastungen aus Krediten in Grenzen zu halten, und jetzt, wenn der Betrieb nahezu schuldenfrei übergeben ­werden soll, hat der Nachwuchs häufig andere Pläne, arbeitet in anderen Branchen.

Das brennendste Problem eines Unternehmers ab 60 Jahren wird unterschätzt und daher zu spät und zu wenig zielorientiert ange­gangen:

Die Weichenstellung für den Nachfolger

Sollte die Nachfolge durch ein Familienmitglied oder einen externen Nachfolger anstehen, lohnt es sich, die wesentlichen Vorteile der Betriebsübernahme eines etablierten Betriebes über­zeugend herauszustellen. Dies könnte sein:

  • 
Die ehemaligen Aufbau- und Modernisierungs­kredite sind weitestgehend abgezahlt.
  • 
Der Betrieb ist im Markt etabliert.
  • 
Die Zielgruppenbedürfnisse sind bekannt.
  • Der Betrieb hat einen ­
guten Ruf.
  • 
Gastwirt oder Hotelier ­
und der Betrieb sind für die Bank berechenbar.

Im Idealfall erfüllt das Konzept schon die o. a. Punkte. Andererseits sind diese oder andere sinnvolle Profilelemente noch zu erarbeiten.

Der Bank ein Konzept vorlegen

Es ist sogar legitim, wenn im Blick auf den Nachfolger ein Investitionsstau provoziert wird. Letztendlich hat der Nachfolger die Möglichkeit, mit wesentlich besseren Konditionen als der bisherige Betriebsinhaber Renovierungsmaßnahmen, Betriebserweiterungen oder konzeptionelle Veränderungen zu finanzieren.

Grundlage für jede Finanzierung ist jedoch ein „nachhal­tiges“ Konzept.

DER ERFOLGSWIRT, Uwe & Rainer G. Plappert haben für eine optimale Konzeption ein Schema entwickelt, mit dem erfolgsversprechende Betreibungskonzepte entstehen ­können. Probieren Sie es doch selbst einmal aus.

Musterfragen zum Thema „Authentizität“:

  • Welches Raumdesign gefällt mir, was passt zu mir?
  • 
Wie soll das Controlling der Firma/Organisation aus­sehen, was benötige ich ­
an Info für eine optimale Wirtschaftlichkeit?
  • Welche Mitarbeiter passen zum Konzept in Bezug auf
  • Ausstrahlung,
  • Fachwissen,
  • 
Alter, Geschlecht,
  • Kleidung,
  • Einsatzmöglichkeiten, ­Qualifikation, Stärken?
  • 
Welches Angebot benötigt das Konzept? Wie entsteht das Angebot und wie sieht das Design des Angebots aus?

Was will die Bank wissen?

Das nachhaltig erfolgreiche Konzept ist von einem quali­fizierten Betriebsberater zu bestätigen, gegebenenfalls auszuarbeiten. Denn: Fragen gibt es genug. Überzeugende Ant-worten sind „gewünscht”. Z. B.:

  • Wie platziert sich das ­Projekt im heutigen und zukünftigen Markt?
  • Durch welche Maßnahmen will der Betreiber sich vom Wettbewerber auch zukünftig unterscheiden?
  • 
In welchen Schritten ist die Übernahme sinnvoll?
  • 
Wer oder was steht für die erste Stufe als Helfender oder als Sicherheit zur ­Verfügung?
  • 
Gibt es Stärken, die in das Konzept „eingebaut“ werden können?
  • 
Gibt es Schwachpunkte, wie kann man ihnen fachlich begegnen?
  • Hat der Antragsteller die Darstellung von Umsatz und Kosten „verstanden“ oder ist er nur „Überbringer“ der Konzeption?
  • 
Kann der Berater auch bei später auftretenden Problemen praxisgerechte Lösungen anbieten?


Und der Staat hilft doch!

Welche Finanzierungsprogramme stehen für die Nachfolgeregelung zur Verfügung und welches sind ihre wesent­lichen Inhalte?

  • 
Das Unternehmerkapital (ERP-Kapital für Gründung) bietet Eigenkapital ähnliches Geld, ohne Sicher­heiten einbringen zu ­müssen, mit sehr niedrig gestaffelten Zinsen. Die Rückzahlung muss erst nach Jahren erfolgen.
  • 
Der „Unternehmerkredit“ bietet unter dem Durchschnitt liegende Zinsen ­
mit einer mehrjährigen ­Tilgungsfreiheit.

Die Basis aller Finanzierungsprogramme ist ein vergleichsweise geringer Eigenkapital­­-anteil von 10 % oder 15 % des geplanten förderfähigen Investi­tionsvolumens, abhängig vom Investitionsstandort. Wenn aber selbst 15 % zu viel sein sollten, gibt es auch hier Lösungen. Z. B.: Teilüber­nahmen, Mietkauf oder gar ­Finanzierungen ganz ohne Bank mit der Vergabe von „Genussrechten“.

Einige der Darlehen werden gegenüber der Hausbank mit einer sogenannten „Haftungs-freistellung“ ausgegeben, oder es kann auch die so genannte Bürgschaftsbank angesprochen werden. D. h. der Finanzierende muss nicht die ­Kredite zu 100 % besichern. Bürgschaften einzelner Bürgschaftsbanken stehen zur ­Verfügung, wenn für die ­bankübliche Sicherheit nicht gesorgt werden kann, das Konzept aber nachhaltigen Erfolg erwarten lässt.

Ganz ohne Eigenkapital kann aber auch finanziert werden, die Investitionshöhe ist allerdings begrenzt.

Notwendig ist, vor der Be­­triebsübernahme mit der ­Hausbank über die öffentlichen Programme zu sprechen. ­Landesprogramme ergänzen oftmals die Konditionen der Bundesregierung bzw. der KfW-Bank (Bank der Bundesregierung).

Wenn man weiß, dass öffentliche Finanzierungen bereits bei geringfügigen Investitionen denkbar sind und eine Nach­finanzierung in den ersten ­Jahren nach der Existenz­gründung möglich ist, dann darf man zweifelsfrei von einer bedeutenden Erleichterung für die Betriebsübernahme sprechen.

Der Geber der Fördermittel, ­
die KfW, erwartet aufgrund des hohen Haftungsrisikos, dass sich der Existenzgründer auch fachlich kompetent beraten lässt. Ein sogenannter ­Business-Plan fasst alle ­wichtigen Merkmale zusammen.

Selbst die Erstellung des ­Business-Plans wird unterstützt mit einem Zuschuss für Beratung in enormer Höhe. So genannte geförderte „Vor­gründungsberatungen“ sollen den Interessierten helfen, eine erfolgversprechende Konzeption zu finden.
(Autoren: Uwe & Rainer G. Plappert)

Empfehlung der Trinks GmbH 
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DER ERFOLGSWIRT
Beratung und Betreuung für Handel und Gastgewerbe
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